Lightroom ist wohl für die meisten Fotografen in ihrem Workflow nicht wegzudenken, aber es hat eine große Schwäche: mehrere Benutzer können nicht an einer Sammlung arbeiten. Hier ist ein kleiner Beitrag darüber, wie man die Misere umgehen kann.

Als Newsupdate für alle, die sich nicht mit Bastellösungen abgeben möchten, was ich durch aus verstehe, der kann nun zu PhaseOne Capture 8 wechseln und hat damit das erste ClosedSource-Fotoverwaltungs und -Entwicklungstool, dass ein echtes Datenbanksystem betreibt (http://www.phaseone.com/de-DE/Imaging-Software/Capture-One.aspx). Die OpenSource-Tools sind da deutlich flexibler.

Umweg übers NAS

Lightroom nutzt mit seinen .lrcat-Dateien, wie schon in früheren Artikeln gezeigt, ein SQLite-System. Das mag zwar für Smartphones ganz nett sein, aber ich hoffe mal Adobe wird hier zur Version 6 mal eine Neuerung einführen.

Bis dato bleibt allerdings nur die Möglichkeit Lightroom auszutricksen. Ein Ablegen der Katalogdatei auf einem Netzlaufwerk kriegt das System mit und blockiert entsprechend die Arbeit mit dem Katalog.

lokale Synchronisation

Nach der Anschaffung eines neuen NAS-System mit weitreichenden Möglichkeiten Software darauf zu installieren, reifte in mir der Gedanke, die unterschiedlichen Geräte doch einfach mit lokalen Daten zu versorgen. Und das möglichst automatisch. Und da kam mir dann das OwnCloud-System sehr entgegen.

Das kann OwnCloud

OwnCloud bietet die Möglichkeit einen eigenen Clouddienst aufzubauen und eine aktive Synchronsiation mit einem kleinen Clientprogramm aufzubauen.

OwnCloud als Lösung

Da Adobe ja auch bei Einzelnutzerlizenzen bis zu drei Isntallationen erlaubt, richtet man sich also dank dem tollen neuen CreativeCloud erst einmal eine blanke Lightroom-Installation auf allen Geräten her, die man versorgen möchte. Ich habe dann alle meine Bilder auf ein Netzlaufwerk verschoben, den Speicherort im Katalog mit meinem kleinen Skript korrigiert und dann den Katalog in das OwnCloud-Verzeichnis verschoben. Hierbei ist es ratsam SmartPreviews anzulegen und die normalen Vorschaubilder zu löschen. Damit gibt es dann auch keine Probleme, wenn ihr den Laptop mal mit rausnehmt und unabhängig vom eigenen LAN agieren wollt. ganz nett für den Urlau und für Leute die keine dicke Internetleitung haben.

Beim ersten Mal dauerts

Also es hakt jedenfalls immer dann, wenn ihr viele Dateien synchronisieren müsst. Noch langsamer wirds, wenn die die Dateien sehr klein sind, deswegen wundert euch nicht, wenn die erste Cloudsynchronisation mit den Previews mal einen Tag dauert.

Synchronisation unabhängig vom Standort

Wer aber einen Anschluss mit mehreren Mbit Upstream sein Eigen nennt, braucht natürlich auch auf seine Synchronisation verzichten, nur weil er mal außer Haus ist, aber dann richtet euch bitte ein VPN mit eurem NAS ein, sonst sind eure Daten schnell weg.

Fazit und Appel

Es funktioniert, aber nur mit Einschränkungen, denn ist der Katalog einmal offen und die .lock-Datei synchronisiert, kann an einem anderen Arbeitsplatz der Katalog nicht mehr geöffnet werden. Schlimmer wird es, wenn diese Datei nicht geschrieben wird und an zwei Plätzen in der SQLite-Datei Änderungen vor nehmt.  Deshalb hier mein Appel, auch wenn es geht, seit vorsichtig damit und seit euch immer bewusst, wo ihr aktiv arbeitet.